Parkett: Einmaleins des beliebtesten Bodenbelags

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Sie kennen ihn aus stylischen Arztpraxen, edlen Hotels und heimeligen Häusern: Parkett ist einer der beliebtesten Bodenbeläge, in Wohnräumen wohl der beliebteste überhaupt. Seine Vielseitigkeit macht ihn zur idealen Grundlage individuell gestalteter Räumlichkeiten. Als Holzwerkstoff schafft es immer Atmosphäre, ohne altbacken zu wirken. Kein anderer Boden-Werkstoff ist in so vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Dementsprechend können Sie Parkett wie eine Art „Stimmungsgeber von unten“ einsetzen. Doch für die richtige Wohnatmosphäre bedarf es der richtigen Wahl in Farbe und Muster. Außerdem ist die Ästhetik nicht der einzige Glanzpunkt des Parkettbodens.

Naturprodukt Parkett – gesund, haltbar, ökologisch

Parkett hat im Gegensatz zu Laminat nicht nur Holzoptik, es ist echtes Holz. Als Naturprodukt unterliegt es den Schwankungen des Holzwachstums – kein Baum ist wie der andere. Aufgrund der einzigartigen Maserung ist also jeder Parkettboden einzigartig.

Holz ist auch ein gesunder Baustoff. Seine natürliche Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, hilft bei der Regulierung des Raumklimas. Die glatte Oberfläche des Parketts können Sie sehr gut reinigen und dadurch Allergenen keine Chance geben. Nicht zuletzt ist Parkett ein „warmes“ Material, und das nicht nur im wohnoptischen Sinne. Auch für die Füße ist es wesentlich angenehmer als etwa Fliesen, die es ja mittlerweile auch in Holzoptik gibt.

Unübertroffen ist Parkett auch in seiner Haltbarkeit. Dem natürlichen Abrieb steht der Vorteil gegenüber, dass Sie Parkett abschleifen und dadurch wieder wie neu aussehen lassen können. Auch Kratzer und tiefere Macken können Sie durch den Fachbetrieb, insbesondere im Rahmen des Parkettschleifens, beheben lassen. Wollen Sie noch länger von Ihrem Parkettboden profitieren, empfiehlt sich eine Versiegelung mit einem speziellen Parkettwachs bzw. -öl. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Nachbehandlungsarten werden weiter unten beschrieben.

Für ökologisch bewusste Menschen, ist die Nachhaltigkeit der im Haus eingesetzten Baumaterialien von großer Bedeutung. Auch hier spielt Parkett in der allerersten Liga. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Aufgrund seiner Doppelnutzung als Baustoff und Energieträger kann sein Potenzial fast vollständig ausgenutzt werden – die Verbrennung ausgedienter Parkettböden holt einen Großteil der investierten Energie wieder herein. Ferner sprechen seine lange Nutzungsdauer sowie gute Recycelbarkeit für Parkett als erste Wahl umweltbewusster Bauherren.

Who is who des Parketts: Diese Arten gibt es

Parkett kann zunächst einmal aus den verschiedensten Holzarten gefertigt werden. Dabei wird für Sie, wenn Sie ein Parkett auswählen, sicher zunächst einmal die Optik zählen. Vom hellen, fast weißlichen Ahorn bis zur beinahe schwarzen Wenge ist alles möglich. Am beliebtesten sind in Europa Buche, Eiche, Esche und Ahorn. Laubholzarten haben generell den Vorteil größerer Härte. Eher selten findet man die Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte und Lärche.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Einschichtparkett und Mehrschichtparkett. Einschichtparkett besteht aus einer massiven Schicht von 2,5 mm bis 25 mm Dicke, Mehrschichtparkett aus mindestens zwei Schichten, von denen die oberste eine Dicke von mindestens 2,5 mm hat. Von diesen beiden Grundbauplänen gibt es folgende Ausführungen:

Einschichtparkett (Massivparkett):

  • Stabparkett: 14 bis 22 mm dickes Vollholz, Länge von 250 bis über 600 mm, Regelbreiten 45 bis 80 mm
  • Mosaikparkett: einzelne, acht Millimeter dicke, nebeneinander liegende Vollholzlamellen. Länge und Breite bis 16,5 bzw. 2,5 cm.
  • 10-mm-Massivholzparkett/Lamparkett: es entspricht weitgehend dem Stabparkett, hat jedoch kürzere, schmalere und dünnere Stäbe. Länge 200 bis 300 mm, Breite 40 bis 60 mm, Stärke 10 mm.
  • Hochkant-Lamellenparkett

Mehrschichtparkett:

  • Fertigparkett (Zwei- oder Dreischichtparkett): nach europäischer Normung nur noch als Mehrschichtparkett bezeichnet. Besteht aus fertig lackierten oder geölten Vollholz-Elementen mit 2,5 bis 4 mm Dicke, darunter billigere Holzwerkstoffe.
  • Tafelparkett: Teuerste und edelste Parkettart. Aus vielen kleinen Parkettelementen werden größere geometrische Formen hergestellt und auf eine Holzfläche („Tafel“) aufgebracht.

Verlegemuster bestimmen die Optik des Raums

Ein Parkettboden kann durch die Anordnung der Elemente die optische Wirkung eines Raums massiv beeinflussen. Ein Fischgrätenmuster in Längsrichtung etwa betont die Länge eines Raums, wogegen es quer verlegt dessen Breite hervorhebt. Haben Sie besonders große Freiflächen, empfehlen sich großformatige Dielen. Mit klassischen Verlegemustern, wie zum Beispiel Kassettenböden, Würfel- und Flechtmustern, kann man „nichts falsch machen“. Sie sind neutral und passen zu vielen Einrichtungen.

Parkettpflege: Gewusst wie

Parkettböden sollten immer nebelfeucht gewischt werden, zu viel Nässe schadet auch versiegelten Oberflächen. Dennoch ist eine Versiegelung empfehlenswert, da sie das Eindringen von Schmutz wesentlich erschwert und damit die Reinigung vereinfacht. Zudem sind moderne Lacke umweltfreundlich. Grundsätzlich ist zu beachten, dass nach erfolgter Versiegelung der Boden drei Tage lang nicht betreten werden sollte, um das Wachs bzw. den Lack aushärten zu lassen. Pflegen können Sie einen versiegelten Boden mit entsprechenden Pflegewachsen auf Dispersionsbasis. Achten Sie hierbei unbedingt auf Kompatibilität mit Ihrer Holzsorte. Dies wird von den Herstellern auf den Verpackungen oft nicht angegeben!

Sehr stark beanspruchte Parkettböden werden durch Ölen bzw. Kalt-/Warmwachsen geschützt. Das Holz kann hier gut atmen, allerdings ist diese Art der Parkettpflege weniger schmutzresistent. Nachpflegen können Sie geölte Böden mit Pflegeölen.

Bauwerk Parkett und PARADOR – zwei Parkettspezialisten für das schöne Zuhause

Bauwerk Parkett ist ein echtes Traditionsunternehmen. Gegründet 1947 durch den Schweizer Holzpionier Ernst Göhner, gehen seine Anfänge auf das Jahr 1935 zurück. Damals begann Göhner mit der Produktion von Holzkarosserien für die deutsche Autoindustrie. Der Fokus lag bei der Unternehmensgründung auf der Entwicklung von Parkettbearbeitungsmaschinen. Heute ist Bauwerk Parkett ein europaweit agierendes Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern. Bei Bauwerk legt man besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und individuelles Design.

Nicht ganz so traditionell wie Bauwerk, aber genauso innovativ und erfolgreich ist PARADOR aus dem deutschen Coesfeld. 1977 gegründet, beschäftigt PARADOR inzwischen etwa 600 Mitarbeiter und vertreibt seine Produkte weltweit mit Schwerpunkt Europa. Zum Portfolio gehören neben den klassischen Parkett- und Laminatböden auch Innovationen wie ClickTex, ein Teppichboden mit Holzunterlage sowie das Endkundenmagazin BODEN, das im Stile von Content Marketing die „schönsten Zuhause der Welt“ vorstellt.

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