Sieben Hotels mit spektakulärer Architektur

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Es gibt unzählige Hotels. Die Bandbreite ihres Angebots ist genauso groß wie die Chance, in einem zu landen, das bestenfalls mittelmäßig ist. Doch einige Hotels zeichnet nicht nur ein hervorragender Service aus, sondern auch eine spektakuläre Architektur, die sie von einer simplen Herberge zu einem Erlebnis für alle Sinne macht.

Es ist nicht einfach, eine Top-Liste der spektakulärsten Hotels zu erstellen. Denn je ungewöhnlicher ein Gebäude ist, desto einzigartiger ist es und damit fehlen objektive Vergleichskriterien. Doch bei den hier genannten Hotels steht außer Frage:  Einen Platz in unserer Hitliste haben sie verdient.

Platz 1

Das „Burj Al Arab“ setzt eigene Maßstäbe. Das ultimative Luxushotel, das auf einer künstlichen Insel vor Dubais Küste liegt, hat wohl schon jeder einmal gesehen: Die wenigsten als Gäste, aber so gut wie  jeder zumindest im Fernsehen. Mit  312 Metern ragt es weit nach oben und ist das vierthöchste Hotel der Welt.  Seine segelförmige Kubatur passt sich perfekt dem Küstenthema an und erinnert an die Vergangenheit des Emirats als Seehandelszentrum.  Sehr schnell wurde es zum Wahrzeichen Dubais und trägt nicht ohne Grund seinen Namen „Burj Al Arab“, was „Turm der Araber“ heißt.

Das Gebäude wurde vom britischen Architekt Tom Wright, einem Mitarbeiter von Atkins Middle East, entworfen. Allein für das Aufschütten und Verfestigen der künstlichen Insel, auf der das Hotel steht, brauchten die Bauarbeiter rund zwei Jahre. Der Hotelbau dauerte insgesamt fünf Jahre und kostete rund 1,5 Milliarden US-Dollar.

Laut Wikipedia wurden für den Bau 70.000 Kubikmeter Beton, 43.000 Quadratmeter Glas, 9.000 Tonnen Stahl, 13.000 Kubikmeter Carrara-Marmor, 12.000 Kubikmeter brasilianischer Granit, 32.000 Kubikmeter italienisches Mosaik und 8.000 Quadratmeter Blattgold verwendet.

Damit das Hotel nicht durch den Wind in Schwingung gerät, ist seine Stahlstruktur durch Schwingungstilger ergänzt worden. Das sind pendelnd aufgehängte, elektronisch überwachte Schwingmassen, die in die Gebäudestruktur integriert wurden und selbst kleinste Schwingungen des Gebäudes dämpfen.

Doch nicht nur der Bau an sich setzte Maßstäbe. Auch das Hotelmanagement tut einiges, um den Mythos des Hotels aufrecht zu erhalten. So gibt es immer wieder spektakuläre Events, die in, aber durchaus auch auf dem Hotel stattfinden. Auf über 200 Metern liegt zum Beispiel der Landeplatz für Hubschrauber, der auch schon einmal für ein Tennismatch zwischen Andre Agassi und Roger Federer umgebaut  oder von Tiger Woods als Golfplatz genutzt wurde. Auch heiraten kann man dort.

Platz 2

„The Yas Viceroy“ steht in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Auch hier mangelte es nicht an Öl-Dollars, um den ultimativen Luxus zu ermöglichen.

Das „Yas Viceroy“ bietet baulich gleich zwei Highlights: Das Hotel überbrückt nicht nur die „Yas Marina Circuit“-Formel-Eins-Rennstrecke, sondern ist mit einem Teil auf dem Festland gebaut, mit dem anderen Teil auf dem Wasser. Es besteht aus zwei zwölfstöckigen Gebäuden. Die Rennstrecke führt in der Mitte der beiden Gebäudeteile hindurch.
Was im „Burj Al Arab“ der Hubschrauber-Landeplatz ist, ist hier die „Skylite“ Rooftop-Lounge. Die coole Partylocation begeistert die Gäste mit einer lockeren, westlichen Partystimmung. Natürlich verfügt das Hotel auch über eine ansprechende Pool-Landschaft.

Geplant wurde das Gebäude von Asymptote Architecture, einem US-amerikanischen Architekturbüro.

Platz 3

Wer sich mit spektakulären Hotels beschäftigt, der gerät immer wieder in Versuchung, das „Burj Al Arab“ als Vergleichsbasis heranzuziehen. Und tatsächlich fühlt sich der Besucher des „Marina Bay Sands“ in Singapur an das arabische Hotel erinnert. Denn das „Marina Bay Sands“ besteht aus drei Hoteltürmen, die auf einem künstlichen Streifen Land stehen. Im 55. Stock gibt es einen riesigen Garten, der auch luxusverwöhnte Besucher tief beeindruckt.  Nicht weniger Eindruck machen der 146 Meter lange Infinity-Pool und die in 191 Meter Höhe gelegene Dachterrasse. Kein Wunder, dass das „Marina Bay Sands“ zu einem Wahrzeichen Singapurs geworden ist.

Platz 4

Höchstleistungen gibt es natürlich und selbstverständlich auch in den USA. Hier gibt es eine Vielzahl von spektakulären Hotels. Stellvertretend dafür ist hier das „Bellagio“ in  Las Vegas gelistet.

Die Außenanlage soll an die Landschaft des Comer Sees erinnern. Passend dazu gehört zum Hotel ein 3,2 Hektar großer See. Außerdem machen die Ladenpassage „Via Bellagio“ und ein Spielkasino das Hotel zu etwas Besonderem.

Im Hauptturm (erbaut 1998) sind auf 36 Stockwerken 3015 Zimmer untergebracht, 2004 kam ein weiterer, 33-stöckiger Spa-Turm mit 935 Zimmern und Suiten dazu.

Das „Bellagio“ wurde schon mehrfach mit höchsten Auszeichnungen der Hotelbranche ausgezeichnet. Auch seine Restaurants arbeiten auf einem sehr hohen Niveau. Das Restaurant „Picasso“ hat zwei Sterne, das „Michael Mina“ und das „Le Cirque“ jeweils einen Stern.

Natürlich können sich die Gäste auch im Glücksspiel versuchen, warum sonst sollte das Hotel auf dem legendären Poker Strip in Las Vegas stehen. Doch wer zum Beispiel mit risikofreudigen, vermögenden Pokerspielern mithalten will, der muss für den Bobby’s Room, der unter Glücksspielern ein Mythos ist, mindestens 20000 US-Dollar als Buy-In leisten.

Platz 5

Auch in Deutschland gibt es spektakuläre Hotels. Dabei muss es nicht um extreme Höhen oder riesige Flächen gehen. Das Berliner Hotel Adlon Kempinski in Berlin beweist das. Es ist eines der luxuriösesten und bekanntesten Hotels in Deutschland. Allein schon seine Lage, in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor, beeindruckt seine Besucher.

Das Hotel wurde 1997 eröffnet und sorgte von Anfang an für großes Aufsehen. Schloss es doch an die Tradition des ersten Hotel „Adlon“ an. Das hatte eine schillernde Vergangenheit als Treffpunkt des Adels und der Oberschicht hinter sich. Es überstand als einziges Gebäude am Pariser Platz unbeschadet den Zweiten Weltkrieg. Doch wenige Tage nach Ende des Krieges brannte es bis auf einen Seitenflügel komplett aus. Damals diente es als Unterkunft für sowjetische Soldaten.

Von 1995 bis 1997 wurde das Hotel neu gebaut. Das Architekturbüro Patzschke, Klotz & Partner entwarf das Gebäude in einer traditionellen Architektursprache. Nach mehreren Um- und Anbauten verfügt das Hotel nun über ein Grundstück von 8000 Quadratmetern und eine Bruttogebäudefläche von rund 58.700 Quadratmetern.

Platz 6

Es muss nicht unbedingt überbordender Luxus sein, damit ein Hotel spektakulär ist. Das Beispiel des „ME Madrid Reina Victoria“ in Madrid beweist das.

Das Hotel liegt in der Plaza de Santa Ana inmitten des historischen Zentrums der spanischen Metropole. Die Dachterrasse „The Roof“ gilt als Hotspot der Madrider Szene und als eine der zehn schönsten Dachterrassen Spaniens.  Coole Lounge-Ecken locken ein junges Publikum an, das beim Partymachen den Blick auf die Stadt genießen will.

Die Fassade des Gebäudes ist von hohem historischen Wert und so wurde bei der Renovierung viel Wert darauf gelegt, die Fassade zu erhalten.

Keith Hobbs und sein Team von United Designers zeichnen verantwortlich für die Umgestaltung des Interieurs. „Bei diesen Restaurierungsarbeiten war es dem Team von United ein Anliegen, die spektakuläre Schönheit der historischen Architektur des Gebäudes mit der Seele und den modernen Annehmlichkeiten zu verbinden, die das Konzept ME by Meliá ausmachen“, so die Eigenwerbung des Hotels.

 Platz 7

Unglaublich spektakulär wird das „Songjiang Quarry Hotel“ in Shanghai werden. Das Gebäude, das den Plänen nach sehr futuristisch wirkt, wird in einem ehemaligen, 90 Meter tiefen Steinbruch gebaut. Die schroffen Felsen sollen im harten Kontrast zum hochmodernen Gebäude stehen, Wasseranlagen erwecken den Eindruck, das Hotel sei direkt in einen Stausee gebaut worden.

Tausend Gäste sollen in dem Hotel mit 383 Zimmern unterkommen und dabei keinen Luxus vermissen. Spa- und Sportangebote sollen genauso Gäste anlocken wie die atemberaubende Landschaft. Zwei Stockwerke sollen  sich laut Plan unter Wasser befinden, das Dach soll – aus optischen und energetischen Gründen – begrünt sein. Wer will, kann direkt von der Steinbruchkante aus einen Bungee-Jump versuchen.

Bereits im kommenden Jahr soll das  architektonische Meisterwerk fertig gestellt werden. Weil es bisher aber noch nicht im echten Leben beweisen konnte, wie spektakulär es tatsächlich ist, landet das „Songjiang Quarry Hotel“ bei uns erst einmal auf Platz 7, dem letzten Platz.

Geplant wurde es vom britischen Unternehmen Atkins.

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