BFB rät: Vorsicht beim Umgang mit elektrischen Installationen

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Bern (ots) – Ohne Strom geht in unserer Gesellschaft beinahe nichts mehr. Strom ist aber auch eine häufige Brandursache. In den letzten zehn Jahren ereigneten sich jährlich rund 3″000 Brände, bei denen Elektrizität die Ursache war. Diese verursachten alleine an Gebäuden eine Schadenssumme von durchschnittlich 75 Millionen Franken pro Jahr. Mit den Tipps der Beratungsstelle für Brandverhütung BFB wird die Sicherheit im Umgang mit elektrischen Installationen erhöht.

Oftmals ist es schwierig, den Zustand von elektrischen Installationen richtig einzuschätzen. Die Mängel sind nicht immer klar erkennbar. Eine Reparatur selber in die Hand zu nehmen, ist jedoch gefährlich und kann tödlich enden. Elektrische Installationen sollten daher immer von einem Elektroinstallateur überprüft und allenfalls repariert werden.

Besonders in älteren Liegenschaften führen veraltete elektrische Installationen immer wieder zu Bränden. Durch technische Defekte kann Strom ausserhalb der Leitungen fliessen oder diese überhitzen. Dadurch können Gegenstände unbemerkt unter Spannung stehen. Eine Berührung hat in einem solchen Fall schwerwiegende Folgen. Um Brände und Unfälle zu verhindern, lohnt es sich, veraltete Installationen mit einem FI-Schalter nachzurüsten. Dieser unterbricht die Stromzufuhr, sobald ein Fehler auftritt. Löst der Schutzschalter wiederholt aus, ist dies ein klares Zeichen, dass etwas mit der Elektroinstallation nicht stimmt. Wenden Sie sich in solchen Fällen an den Elektroinstallateur.

Gerade in älteren Liegenschaften sind nicht immer genügend Steckdosen vorhanden. Abhilfe schaffen hier oft Mehrfachstecker und Steckdosenleisten. Dabei besteht die Gefahr, zu viele Geräte an einer einzigen Steckdose anzuschliessen. Die starke Beanspruchung kann zur Überlastung des Mehrfachsteckers oder der Steckdosenleiste, aber auch der Steckdose selber führen. Dadurch wird die Sicherung ausgelöst. Bei langanhaltender maximaler Belastung kann sich zudem das Isolationsmaterial erwärmen und brüchig werden. Durch den häufigen Gebrauch der Mehrfachstecker oder Steckdosenleisten können sich zudem die Kontakte lockern. Der Strom wird dadurch nicht mehr einwandfrei übertragen. Dies führt zu Erhitzung, was eine erhebliche Brandgefahr darstellt. Bei Mehrfachsteckern und Steckdosenleisten muss immer darauf geachtet werden, deren Belastungsgrenze einzuhalten. Es sollten niemals mehrere dieser Stecker oder Leisten hintereinander geschaltet werden.

Bei elektrischen Installationen gilt es, folgende Punkte zu beachten:

-  Arbeiten an elektrischen Installationen nie selber ausführen. Diese sollten vom Elektroinstallateur vorgenommen werden.  -  Keine Hilfskonstruktionen installieren wie Kabel mit Nagelbriden. Solche Leitungen sind nicht ausreichend geschützt und können beschädigt werden.  -  An der Schaltgerätekombination (auch Sicherungskasten, Verteilerkasten oder Hauptverteilung genannt) darf nur der ausgebildete Fachmann arbeiten.  -  Defekte, abgetrennte Keramik-Sicherungs-Schraubköpfe, welche in Schaltgerätekombinationen eingeschraubt sind, sollten umgehend durch einen Elektroinstallateur ersetzen werden. Niemals selber auswechseln.  -  Mehrfachstecker/Steckdosenleisten müssen in einem einwandfreien Zustand sein. Mit den Jahren können die Kontakte lose oder das Gehäuse brüchig werden.  -  Ist das Gehäuse von Steckdosen defekt, muss dieses schnellstmöglich von einem Elektroinstallateur ersetzt werden.  

Pressekontakt:

Rolf Meier
Medienstelle der Beratungsstelle für Brandverhütung (BFB)
T +41 (0)31 320 22 82, media@bfb-cipi.ch

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