Städtebau im Wandel: Areal Thurgauerstrasse schreibt Architekturwettbewerbe aus
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In Zürich-Seebach nimmt eines der ambitioniertesten städtebaulichen Entwicklungsprojekte der Stadt Zürich weiter Gestalt an.
Auf dem Areal Thurgauerstrasse, einem rund 65’000 Quadratmeter grossen Gelände, schreitet die Planung für gemeinnützige Wohn- und Gewerbenutzungen mit Hochdruck voran.
Nun starten für zwei Teilgebiete die offiziellen Architekturwettbewerbe – mit klaren Zielen, hohen Anforderungen und einem starken Fokus auf Partizipation.
Kooperative Entwicklung für ein lebendiges Quartier
Das städtische Areal Thurgauerstrasse wird in sechs Teilgebiete unterteilt. Zwei davon, die Teilgebiete C und D, werden im Baurecht an gemeinnützige Wohnbauträgerschaften abgegeben. Die Baugenossenschaft mehr als wohnen arbeitet gemeinsam mit der Wohnbaugenossenschaft Grubenacker (wbgg) und der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ) auf Teilgebiet C, während die Baugenossenschaft Wogeno Zürich mit der Stiftung Familienwohnungen (SFW) für Teilgebiet D verantwortlich ist. Unter dem gemeinsamen Namen nordnordost betreiben sie eine koordinierte Projektentwicklung.
Fakten zum Areal Thurgauerstrasse:
- Gesamtfläche: ca. 65’000 m²
- Geplante Einwohnerzahl: rund 1’800 Personen
- Wettbewerbsgebiete: Teilgebiet C und D
- Nutzung: Gemeinnütziger Wohnungsbau, Gewerbe und Gemeinschaftsflächen
Zweistufige Architekturwettbewerbe: Offen, anonym, ambitioniert
Die nun ausgeschriebenen Wettbewerbe folgen einem zweistufigen Verfahren. In der ersten Phase, offen und anonym, können sich Architekturteams bis Herbst 2025 mit ihren Konzeptideen bewerben. Daraus wählen die Jurys 5 bis 8 (Teilgebiet C) respektive 8 bis 12 Teams (Teilgebiet D) aus, die in der zweiten Stufe konkrete Entwürfe erarbeiten.
Ziel ist es, im Sommer 2026 die Siegerprojekte zu küren. Die Wettbewerbsaufgaben berücksichtigen neben städtebaulichen und funktionalen Aspekten auch Inputs aus Quartierworkshops, die im Herbst 2024 stattfanden.
Vernetztes Bauen mit Beteiligung der Bevölkerung
Das Projekt nordnordost steht für kooperative Planung: Die Bauträgerschaften stimmen ihre Vorhaben eng miteinander und mit weiteren Projektpartnern auf dem Areal ab. Ein zentrales Anliegen ist die Integration der Quartierbevölkerung. Bereits in der Planungsphase wurden Anwohner:innen in Workshops eingebunden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fliessen direkt in die Aufgabenstellung der Wettbewerbe ein.
Wettbewerbsstruktur im Überblick:
- 1. Phase: Offenes Verfahren mit Konzeptideen
- 2. Phase: Eingeladene Teams erarbeiten spezifische Projekte
- Bekanntgabe Siegerprojekte: Sommer 2026
- Verantwortlich: Amt für Hochbauten, Stadt Zürich
Bereits realisierte und geplante Projekte im Umfeld
Das Areal Thurgauerstrasse ist Teil einer langfristig angelegten städtebaulichen Entwicklung. Im Jahr 2024 wurde bereits die Schulanlage Thurgauerstrasse fertiggestellt. Für Teilgebiet A steht ein Wohnhochhaus mit städtischem Gesundheitszentrum für das Alter und Wohnungen der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) an. Der angrenzende Quartierpark soll 2026 realisiert werden. Für die Teilgebiete E und F ist eine spätere Entwicklung vorgesehen.
Fazit: Architektonische Vielfalt im Zeichen des Gemeinwohls
Mit dem Start der Architekturwettbewerbe nimmt die Zukunft des Areals Thurgauerstrasse konkrete Formen an. Die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt, Bauträgerschaften und Bevölkerung sowie das transparente Wettbewerbsverfahren versprechen zukunftsweisende Lösungen für urbanes Wohnen und Arbeiten. Das Areal wird nicht nur neue Wohnräume schaffen, sondern auch Massstäbe für kooperative Stadtentwicklung setzen.
Quelle: Stadt Zürich
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