Innenausbau: Parkett und Laminat in einem Produkt verbinden

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Beim Innenausbau ist der Bodenbelag ein wichtiger Parameter, über den schon früh in der Planungsphase entschieden werden sollte. Parkett und Laminat sind in Wohngebäuden die zwei häufigsten Bodenbeläge. Beide haben ihre Vor- und Nachteile – welcher sich besser eignet, hängt also von individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Als Architekt hat man hier immer wieder mit sich widersprechenden Kundenwünschen zu kämpfen. Wie wäre es, wenn Sie in einem Bodenbelag die Vorteile beider Systeme vereinen könnten?

Eigenschaften und Vorteile von Laminatböden 


Laminatböden bestehen nicht aus Holz, auch wenn sie so aussehen. Laminat ist im Grunde ein Kunstharzboden welcher auf einer holzhaltigen Trägerplatte aufgebracht ist. Grundsätzlich bestehen Laminatplatten aus drei Schichten:

  • Deckschicht (Overlay): besteht aus einer Lage oder mehreren Lagen eines faserhaltigen Papiers (i. d. R. Papier), welche mit einem Kunstharz – normalerweise Melamin – verpresst werden. Das Overlay ist die äußerste Schicht, auf ihr ist das Holzdekor aufgebracht.
  • Trägerplatte: aus einem Holzwerkstoff (z. B. Spanplatte, MDF oder HDF)
  • Gegenzugschicht: besteht aus einem Furnier oder einer weiteren harzverpressten Schicht. Dient der zusätzlichen Stabilisierung.

Die Vorteile von Laminatböden lassen sich in zwei Adjektiven zusammenfassen: robust und kostengünstig. Gerade hinsichtlich der Robustheit gibt es jedoch erhebliche Unterschiede, die auch der Fachmann oft nicht auf Anhieb erkennt. Ein standardisiertes Prüfverfahren ist der Traber-Test, bei dem mittels eines Reibrades festgestellt wird, ab wie vielen Umdrehungen das Dekor durchgerieben wird. Diese Abriebbeständigkeit gilt jedoch nur als eines von vielen weiteren Kriterien wie Widerstandsfähigkeit gegen Zigarettenglut, Stoß- und Druckbeständigkeit, Fleckenunempfindlichkeit, Stuhlrolleneignung, Lichtechtheit und Dickenquellung bei Feuchtigkeit.

Beim Laminat sollten Sie zudem immer bedenken, dass es nicht besonders umweltfreundlich ist. Der hohe Kunstharzgehalt bedingt einen hohen Energieaufwand bei der Herstellung sowie eine problematische Entsorgung. Zudem ist in vielen Böden gesundheitsschädliches Formaldehyd enthalten.

3 in 1 Dielen von Kaindl: Laminatboden mit Holz-Feeling

Warum eigentlich nicht die Vorteile beider Systeme integrieren, dachte sich die Firma Kaindl aus Österreich und rückt mit ihrer Serie „3 in 1 Dielen“ den Laminatboden sehr nah ans Parkett heran. Durch Einsatz besonderer Dekore kommt nicht nur optisch Holzfeeling auf. Kaindl verspricht außerdem Licht- und Farbechtheit sowie eine „Greenguard“-zertifizierte hohe Raumluftqualität. Die neuen Kaindl-Dielen sollen leimfrei zu verlegen und für Fußbodenheizungen geeignet sein.

Der größte Clou am neuen Produkt ist jedoch das namensgebende „3 in 1“. Darunter versteht Kaindl, dass der Kunde seinen Boden mit Dielen in drei verschiedenen Breiten verlegen lassen kann. Dadurch können nie dagewesene Muster erzeugt werden, weil die unterschiedlich breiten Dielen auch noch unterschiedliche Farbmuster aufweisen. Zu haben sind die Laminatböden in zwei Linien, Classic Touch und Natural Touch, mit je 12 Farbtönen. Obwohl auch Classic Touch schon sehr naturnah aussehen soll, erreicht Natural Touch nach Herstellerangaben „die Haptik von natürlichem Holz“, die Maserung entspreche außerdem exakt dem Holzbild. Der natürlichen Anmutung entsprechend verspricht Kaindl für die Holzanteile maximale Umweltfreundlichkeit: Für die Trägerplatten werden nur Holzsortimente aus PEFC-zertifizierten Wäldern verwendet.

Holzböden von Kaindl

Neben den erwähnten Laminatböden hat Kaindl auch noch Holzböden und Designböden im Angebot.

Bei den Holzböden sind folgende sieben Holzarten erhältlich:

  • Robinie
  • Ahorn
  • Buche
  • Eiche
  • Esche
  • Nuss
  • Birke

Insgesamt 14 Farbtöne von hell bis basaltfarben verteilen sich auf diese sieben Holzarten. Auch bei den Holzdielen legt Kaindl Wert auf Natürlichkeit und lässt die Natur die Struktur vorgeben. Technisch aufbereitet werden die Böden an der Oberfläche: Hier bietet Kaindl zwei Finishes an, geölt oder matt lackiert.

Wem die angebotenen Holzboden-Designs zu gewöhnlich sind, kann bei den Designböden fündig werden. Hierfür werden die Holzdielen koloriert, wobei die Porenstruktur erhalten bleibt. Kaindl teilt sein Angebot in vier Linien ein: Authentic, Comfort, Creative und Solid. Die einzelnen Böden hören auf so klangvolle Namen wie „Eiche Cheops“, „Ahorn Ephora“ oder „Hickory Bravo“.

Authentic-Böden bestehen allesamt aus gebürstetem Eichenholz, die Serie Comfort enthält als Extra Korkplatten. Diese finden sich sowohl als Basis für die kolorierte Oberfläche als auch als Trittschalldämmung auf der Rückseite. In der Serie Creative finden sich besonders verspielte Muster oder mehrfarbige Dielen, die Solid-Böden schließlich werben mit besonderer Robustheit für den Einsatz in stark beanspruchten Bereichen.

Weitere Kaindl-Services: FloorUp, Berechnungstool und Architektenservice

Weitere interessante Angebote von Kaindl sind FloorUp und das Berechnungstool. Hinter „FloorUp“ verbirgt sich die Idee, schöne Holzdielen einfach als Wandverkleidung zu nutzen. Dabei können sämtliche Dielenarten aus dem Kaindl-Sortiment gewählt werden. Mit dem Berechnungstool können sich Kunden oder Architekten gleich online ausrechnen lassen, wie viele Packungen Bodendielen, Montageprofile und anderes Zubehör für die Verkleidung einer Wand nötig sind.

Kaindl bietet außerdem einen speziell auf Architekten zugeschnittenen Service. Architekten können sich online technische Daten, Bilder und Ausschreibungstexte herunterladen, außerdem gibt es insgesamt sieben regional zugewiesene Architekten-Betreuer für Österreich und Deutschland.

Über Kaindl

Kaindl begann im Jahr 1897 als Sägewerk. 1959 wurde ein großes Werk in Salzburg gegründet, seit 1962 produziert Kaindl als einer der ersten Hersteller die Spanplatte. 1982 strukturiert sich das Unternehmen neu und baut eine neue Anlage für Endloslaminat und Arbeitsplatten. Kaindl gilt als einer der Weltmarktführer bei Laminatfußböden und betreibt im Raum Salzburg neben zwei Produktionsstätten ein Logistikcenter sowie einen Showroom namens „Floor House“.

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