Wie smarte Systeme unser Wohnen verändern

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Das Internet hat unsere Lebensgewohnheiten längst verändert. Sowohl zum Guten als auch zum Schlechten. Wir werden dicker, bequemer, eine Folge, die auch mit der Digitalisierung zusammenhängt.

Auf der anderen Seite haben wir wesentlich mehr Freizeit als früher und können unser Leben freier und selbstbestimmter Leben.

Seit einiger Zeit drängen smarte Systeme in unser Leben. Es gibt Gegner und Befürworter. Beide haben gute Argumente für das Für und Wider. Unabhängig davon ist bereits jetzt klar, dass smarte Systeme unser Wohnen künftig nicht nur beeinflussen, sondern massiv verändern werden. Die grossen Immobilienkonzerne scheinen dieses aber weiterhin zu scheuen. Noch immer ist die Smarte Technik nicht wirklich im Fokus der Immobilienentwickler.

Wie heute smartes Wohnen aussieht

Auf der einen Seite finden wir bereits smarte Einbauten, die das Gebäudemanagement betreffen und für intelligente Abläufe sorgen sollen, wobei es im Wesentlichen darum geht, den Energieverbrauch zu senken und Vorgänge zu automatisieren. Dennoch gibt es viele Versäumnisse. Klimaanlage und smarte Technik für die Bewohner gehören dazu. Beide Punkte wurden vor allem in den deutschsprachigen Regionen lange vernachlässigt. Das liegt wohl auch daran, dass wir seit Jahren einen Vermietermarkt haben und Wohnungen ein knappes Gut sind.

Das haben Amazon, Google und Co. für sich genutzt und den Mart längst erobert. Seit einigen Jahren kennen wir Alexa, das System des Marktführers Amazon, der den Markt beherrscht, während Google mit Nest nur geringe Anteile in Europa hat.

Smart ist billig

Beide Konzerne brachten ihre kleinen Geräte, verdammt günstig auf den Markt und beherrschen damit den smarten Bereich. Der Vorteil liegt nicht nur im kleinen Preis, sondern in der Mobilität. Es sind kleinste Geräte, die überall Platz finden und bei jedem Umzug ohne Aufwand mitgenommen werden können. Die Installation dauert nur wenige Minuten, vorausgesetzt ein stabiles WLAN ist vorhanden. Damit ist auch schon die Schwäche der preisgünstigen Alternativen entlockt. Nur wenn ein stabiles, unterbrechungsfreies Internet besteht, macht die smarte Technik von Alexa und Co. Sinn.

Intelligente Wohnungen – Was sie können

So sollte die Zukunft aussehen. Da zwei Konzerne den Markt praktisch aufteilen, haben sich scheinbar viele Immobilienentwickler komplett aus der Planung und Gestaltung von intelligenten Wohnungen zurückgezogen. Wir müssen daher von intelligentem Wohnen sprechen, wobei der Bewohner selbst seine smarte Umgebung schafft und so seinen Alltag in den Vier Räumen radikal verändern kann. Was bedeutet radikal. Intelligente Wohnungen, wollten wir diesen Begriff wieder auffassen, bieten eine Vielzahl individueller Möglichkeiten, die wir einmal zur Verdeutlichung als Stichwörter einfassen.

  • Licht kontrollieren, dimmen, steuern
  • Musik
  • Alarm, Zugangskontrolle
  • PC, TV Steuerung
  • Heizung, Wasser, Fenster
  • Telefon

Alle diese Punkte lassen sich nun einfach mit der eigenen Stimme steuern. Ein kurzer Sprachbefehl und Alexa regiert sofort. Ob nun der PC eingeschaltet werden soll oder die Heizung. Alles ist einfach ein kurzer Sprachbefehl oder ein Drücker in einer App.

Wohnen wird also komfortabler, sofern eine gute Internetverbindung vorhanden ist. Allerdings müssen wir aufpassen, dass Komfortabler nicht zur absoluten Bequemlichkeit wird. Denn das wäre ein deutlicher Rückschritt. Smarte Technik soll uns unterstützen, das Leben einfacher machen, ohne, dass wir zu Sesselsitzern werden sollen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

 

Titelbild: Andrey Suslov – shutterstock.com

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