Besondere Fliesen für besondere Gebäude: 3 Hersteller, mit denen Sie Akzente setzen

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Fliesen geben einem Gebäude Charakter und Charme. Wo Fliesen eingesetzt werden, prägen diese das Gebäude entscheidend mit, insbesondere wenn sie nicht nur als Bodenfliesen, sondern auch als Wandfliesen vorkommen. Wenn Sie als Architekt mit der Planung eines besonderen Gebäudes betraut sind, sollten Sie auf die Wahl der Fliesen also ganz besonderes Augenmerk legen. Wir stellen Ihnen drei Hersteller vor, deren Angebot nicht nur hochwertig, sondern auch äußerst nuanciert ist, sodass Sie als Planer die Gebäudeharmonie sehr fein „tunen“ können.

Keramikfliesen von Agrob Buchtal und die Wellness-Jugendherberge in Saas-Fee

Es hört sich fast wie ein Treppenwitz an: eine Wellness-Jugendherberge? Als Schulkinder erlebten wir alle noch spartanische Behausungen, in denen der Linoleumboden das Design-Highlight war. Ein ganz anderes Konzept verfolgten die Planer des Wellness Hostel 4000 im schweizerischen Saas-Fee. Nach eigenen Angaben kreierten sie die erste Wellness-Jugendherberge Europas. Nach dem Motto „Warum spartanisch, wenn es auch schön geht?“ bildet das Hostel 4000 die Speerspitze eine Bewegung, die sich in der Youth Hostel-Szene immer mehr abzeichnet: Jugendherbergen zitieren zusehends Designelemente ihrer Umgebung und legen Wert auf Ambiente und einen gewissen Komfort.

In Saas-Fee realisierten die Planer – das Architekturbüro Steinmann & Schmid Architekten aus Basel – in den Gemeinschaftsbereichen des Hostels edle Naturatmosphäre mit großzügigen 75 x 75 cm-Fliesen in Schieferoptik aus der Serie „Valley“ der Firma Agrob Buchtal. Diese bestehen aus Feinsteinzeug und korrespondieren in Optik und Haptik mit der umgebenden archaischen Bergwelt. Zudem sind die Bodenfliesen sehr strapazierfähig und entsprechen der Trittsicherheitsklasse R11/B. Eine weitere Spezialität der Wellness-Jugendherberge sind die in Apfelgrün gehaltenen Bäder der Zimmer. Laut Projektleiter Daniel Hoefer hatte Agrob Buchtal als einziger Hersteller überhaupt Fliesen in dieser Farbe im Angebot, allerdings zunächst nur als Wandfliesen. Identische Bodenfliesen wurden eigens für das Projekt hergestellt.

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Fliesen von Agrob Buchtal (Quelle: http://www.agrob-buchtal.de)

Über Agrob Buchtal

Agrob Buchtal entstand 1992 durch den Zusammenschluss zweier deutscher Traditionsunternehmen im Fliesenbereich und weist so eine bis ins 18. Jahrhundert zurückreichende Historie auf. Als Alleinstellungsmerkmale gibt Agrob Buchtal seine enorme Produktvielfalt, gestalterische Freiheit sowie die Unterstützung von Architekten bei Routineaufgaben an. Agrob Buchtal hat mehrere Standorte in Deutschland und vertreibt seine Fliesen in ganz Europa sowie nach Übersee.

Fliesen von Mosa und das Berliner Hafenquartier: wo jede Fliese ihren eigenen Ton hat

Das Hafenquartier Berlin Mitte entstand zwischen 2008 und 2012 als Stadthausanlage mit 11 Wohneinheiten. Die Stadthäuser überraschen mit sehr großzügigen Wohn-/Nutzflächen von 384 bis 495 Quadratmetern bei kompakten Außenmaßen. Bei der Auswahl wurde auf Langlebigkeit nicht nur im Sinne der Abnutzung Wert gelegt. Auch sollten nach Worten des hauptverantwortlichen Architekten Torsten Hentsch die Stadthäuser „auch nach 50 Jahren noch wertig“ erscheinen.

In Sachen Fliesen entschieden sich die Architekten für Fliesen des Herstellers Mosa, um diese Vorgaben zu erfüllen. Zum Einsatz kamen die Kollektionen Beige&Brown sowie Terra Maestricht. Laut Hentsch wählte man Fliesen von Mosa, weil diese eine natürliche Optik mit extrem hohem Variantenreichtum verbinden. So bietet Mosa z. B. 20 verschiedene Grautöne. Ein weiteres Spezialfeature von Mosa: Jede Fliese hat ihren einzigartigen Look und ist sozusagen ein Unikat. Dabei geht jedoch nicht die Homogenität des Gesamtbodens verloren. Bei Mosa werden nämlich keine Muster aufgedruckt, vielmehr entstehen beim Brennen gewollte Abweichungen der Oberfläche. Bei alledem kombinieren die Mosa-Fliesen die Vorteile einer Naturstein-Optik mit der Robustheit von Feinstein-Material.

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Fliesen von Mosa (Quelle: http://www.mosa.nl/de)

Über Mosa

Mosa ist ein Fliesenhersteller aus den Niederlanden mit über 130 Jahren Erfahrung. Das Traditionsunternehmen legt besonderen Wert auf Design – so sind ständig 10 Mitarbeiter mit der Entwicklung neuer Produkte beschäftigt. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen bietet Mosa schon kleine Stückzahlen ab 100 Quadratmetern an.

Im Angebotsportfolio von Mosa befinden sich Bodenfliesen, Wandfliesen, Außenfliesen, Fassaden und ein spezielles Duschabflussprodukt namens Shower Drain.

Quarzite von Klingenberg Dekoramik: elegante Steinoptik im prämierten Design

Quarzite ist eine neue Serie des deutschen Herstellers Klingenberg Dekoramik (http://www.dekoramik.de/de/), das bereits den German Design Award Special 2016 gewonnen hat. Die Fliesen dieses Typs verbinden die Vorteile von Naturstein-Optik und der Widerstandsfähigkeit von Feinsteinzeug. Es gibt sie in vier verschiedenen Größen, fünf Farben und zwei Oberflächen-Ausführungen sowie jede Farbe nochmals in der Ausführung Brick-Mosaik.

Quarzite-Größen:

  • 30×60 cm
  • 60×60 cm
  • 40×80 cm
  • 80×80 cm

Quarzite-Farben:

  • Quarzite Ice
  • Quarzite Nordic
  • Quarzite Multicolor
  • Quarzite Grey
  • Quarzite Anthrax

Quarzite-Oberflächen:

  • Quarzite soft-gebürstet, Trittsicherheitsklasse R10/B
  • Quarzite natur, Trittsicherheitsklasse R11/B
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Fliesen von Klingenberg Dekoramik (Quelle: http://www.dekoramik.de/)

Über Klingenberg Dekoramik

Auch Klingenberg Dekoramik weist eine über 100-jährige Firmengeschichte auf und geht damit als Traditionsunternehmen durch. 1899 erfolgte die Gründung durch Heinrich Albert als Thonindustrie AG Klingenberg. Das Familienunternehmen wurde erstmals 1981 an den Pegulan-Konzern verkauft und gehört heute zur italienischen Ricchetti-Gruppe. Klingenberg, im gleichnamigen Ort südöstlich von Frankfurt am Main gelegen, ist mit 1,5 Millionen Quadratmetern einer der führenden deutschen Hersteller unglasierter keramischer Bodenfliesen.

Klingenberg Dekoramik schreibt sich insbesondere die Langlebigkeit seiner Produkte auf die Fahnen. Durch das hauseigene Verfahren KERAclean sollen die unglasierten Fliesen noch pflegeleichter und beständiger sein – „geschaffen für die Ewigkeit“, wie es auf der Homepage heißt.

 

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